3.15 min.
| 0 user rating | 127 views
ich kann nicht mehr weinen, mir fehlt die kraft dazu.
ich weiß, wie ich mich verhalten muss, ich will dich nicht verletzen.
ich bin todtraurig, denn ich freue mich für dich.
Mir bleibt nichts anderes und Tränen hab ich nicht mehr.
Du sagtest mir du warst der Mann meines Lebens und dass du jetzt dein Glück gefunden hast. - mit ihr.
Mit mir war es wunderschön.
Mit mir war es unwirklich.
Mit mir war alles entspannt!
aber es war nie entspannt.
Es war wie ein Kaugummi, den man versuchte, in 2 Teile zu zerreißen. Aber er riss nicht. Der dünne Faden wurde immer länger. Irgendwann konnte man ihn nicht weiter ausdehnen, weil man selbst zu kurz war. So blie ein schlaffer, dünner Faden am Boden, von dem man sich fragte, was denn nun mit ihm anzustellen sei. So dünn wie er was, konnte man nicht auf ihn drauftreten. Außerdem lag er schon am Boden. Man könnte ihn wieder zu einem Klumpen formen, dann würde er wenigstens nicht so viel Platz verschwenden. Aber er würde kleben bleiben.
lästig, hartnäckig.
Und beim Versuch, ihn wegzuschmeißen, würde man sich nur die finger schmutzig machen.
Es ist nicht viel übrig. Der kleine Klumpen hat nach dem Ausspucken nur eine unverhältnismäßig große Leere in meinem Mund hinterlassen. Die erstreckt sich jetzt über meinen Kopf in meinen Körper und ich fühle mich nur noch wie eine Hülle.
So kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich mir diesen jetzt so dünnen, ausgelaugten Faden ansehe.
....leider war es nicht einfach nur ein Kaugummi...
Tags: poesie liebe gefühle tim kaugummi